Update: Die Veranstalter haben sich nun zu den Vorwürfen geäussert und entschuldigt. Hoffen wir, das kein weiteres Nachspiel haben wird und wir auch weiterhin das "See us there" genißen können.
Offenbach (vs) - Clarissa Lach kann es gar nicht fassen: „Seit 2010 machen wir dieses Festival, und es hat nie größere Beschwerden gegeben. Dass sich diesmal so viele Leute gestört gefühlt haben, tut uns wirklich sehr leid.“
Die Wahl-Berlinerin ist Mit-Veranstalterin der Techno-Party „See us There“ im Leonhard-Eißnert-Park, die am Sonntag mit ihrem wummernden Bass weithin zu hören war. Dutzende Anwohner beschwerten sich bei der Polizei.Ein neuer Techniker habe eine neue, „extrem starke“ Anlage mitgebracht. „Sie hatte eine Leistung, die wir vorher nicht hatten und nicht erwartet haben.“ Die drei Veranstalter hätten ursprünglich vorgehabt, Wurfzettel an die anliegende Nachbarschaft zu verteilen. „Aber im Vorbereitungs-Stress hat es dann leider nicht geklappt.“
Die Termine für die Festivals werden nur übers Internet bekanntgegeben. „Wir haben mittlerweile bei Facebook 5000 Fans“, sagt Lach. „Unsere kostenlosen Veranstaltungen werden für ihr Flair gelobt, sie sind im Rhein-Main-Gebiet einzigartig.“ Sie betont, dass jeder willkommen sei – Familien, Kinder, Hunde. „Viele waren am Sonntag da, die Stimmung war sehr entspannt und schön.“ Kultur sei, formuliert es die Veranstalterin, „für die einen Blasmusik, für manche Rockmusik, für andere elektronische Musik.“
Die Zusammenarbeit mit der Polizei verlaufe positiv, der Park werde in tadellosem Zustand hinterlassen. „Wir wollen es uns mit den Nachbarn nicht verscherzen“, so Lach. „Wer uns und unser Konzept kennenlernen möchte, den laden wir nächstes Mal gern auf ein Getränk ein.“ Und sie verspricht: „Die Kritik nehmen wir sehr ernst. Wir werden künftig Dimmer für die Anlage benutzen.“
Quelle: http://www.op-online.de/nachrichten/offenbach/techno-veranstalter-eissnert-park-see-us-there-entschuldigung-2329045.html
Original News: Am letzten Weekend fand das erste "See us there" Open Air im Offenbacher Leonhard-Eißnert-Park statt. Nun gibt es diverse Beschwerden von Anwohnern. Ein Ausnahme? Berechtigt? Man wird es sehen, denn auch letztes Jahr fanden diverse dieser Partys statt. Allerdings kann man nach den Erfolgen des letzten Jahres davon ausgehen, dass dieses Jahr der Besucherzustrom noch größer wird. Jetzt am Wochenden hatten sich jedenfalls mehre 100 Musik und Sonnenliehaber versammelt.
Die monotonen Technoklänge verleiteten die einen zu Körperzuckungen, für andere grenzten sie an Körperverletzung: Die Anwohner um den Park hatten sie zehn Stunden am Stück zu ertragen. Mehr als zwei Dutzend beschwerten sich bei der Polizei. Doch der waren die Hände gebunden. Die Veranstaltung war von der Stadt genehmigt.
„Offenbach wird eh von allen Seiten zugelärmt, und da kommt so ein selbstgemachtes Ding dazu“, schimpft Kurt-Michael Stöhr. Sein Haus am Bierbrauerweg stand unter Dauerbeschallung. „Meine Kinder kamen heulend zu mir, weil sie es nicht ausgehalten haben“, so der vierfache Vater.
Ursula Caillaud aus der Konrad-Adenauer-Straße in Bieber hatte ebenfalls alles andere als einen erholsamen Sonntag: „Der Bass war ganz furchtbar. Bis in den späten Abend hat er gedröhnt und uns um jede Ruhe gebracht. Wie kann die Stadt nur so etwas erlauben?“ Mehrere Male habe sie bei der Polizei angerufen: „Sie waren sehr nett und verständnisvoll, konnten aber nichts tun. Mir graut jetzt schon, wenn die warme Jahreszeit anfängt. Geht es dann so weiter?“
Weitere Partys sind geplant
„Kollegen, die in der Nähe wohnen, haben die Bässe auch als sehr laut empfunden, und am Morgen kamen viele Beschwerden“, so Weigand. „Wir haben den Veranstalter vorgeladen und werden mit ihm vor allem im Hinblick auf die zwei geplanten Veranstaltungen im Sommer sprechen.“ Das Ordnungsamt will die Festivals „mit Personal begleiten“, außerdem soll der Lärmpegel gemessen werden.
Die Polizei hat während der Party bei zwei Männern – mutmaßlich Dealern – mehr als ein halbes Pfund Amphetamin sowie Cannabis sichergestellt. „Das ist keine Veranstaltung, die das kulturelle Leben Offenbachs bereichert“, sagt Anwohner Stöhr zum Publikum.
Er spricht von „genehmigter Körperverletzung“. Auch für Ursula Caillaud ist das Thema nicht erledigt: „Beim nächsten ,OB vor Ort’ werde ich das ansprechen. Der Lärm nimmt jede Lebensfreude.“ Von den Flugzeugen hörten die Einwohner bis 22 Uhr nichts. Sie wurden übertönt...
Quelle: http://www.op-online.de/nachrichten/offenbach/genehmigte-koerperverletzung-2327476.html
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Eure ToFa
23.05.2012 - 00:13:41 |
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