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News.de | 26.03.2012 - 10:35:08
PING! - Departure EP

Wenn es nicht so frisch wäre, könnte der neueste Schuss von INSISTMUSIC ein Party-Klassiker sein. Zumindest fühlt es sich da an, was PING! aus Thüringen hier abgeliefert haben.

Die dritte Vinyl-Ausgabe des Frankfurter Labels präsentiert uns intelligenten, groovigen Techno: berechenbar genug, um mitzureißen, abwechslungsreich genug, um angenehm zu überraschen. Der Eröffnungstrack „Depature“ marschiert über die Tanzfläche und fängt mit funky Offbeat-Elementen auch die verspielten Tänzer ein – und nimmt sie über geschickt platzierte Breaks mit auf eine ekstatische Reise. Im Remix von Label-Kollege SASCHA SONIDO bekommt „Depature“ einen Hauch von Tribal Techno verpasst und zieht mit Vocals wie rollenden Klangfiguren den Track ein gutes Stück weit in den House-Kosmos.  Und auch hier fühlt sich „Depature“ wunderbar zu House.

„Steady State Universe“, die zweite Komposition aus dem Hause PING!, geht die Reise ein ganzes Stück weit gediegener an als „Depature“. Jazzige Klangfiguren verbinden loungige Elemente der elektronischen Musik mit einem hypnotischen Beat, der sich von den Ohren bis zu den Tanzfüßen den Weg durch den Körper bahnt. PING! zeigen mit „Steady State Universe“, dass Four-To-The-Floor nicht voll auf die Zwölf sein muss. Das übernimmt dann auch der Justin Berkovi-Remix, der die jazzige Idee des Ausgangsmaterials zwar nie aus dem Auge verliert, sich aber doch direkt auf den Dancefloor konzentriert. Während der Tänzer im Original von „Steady State Universe“ durch den Kosmos floatet und vom Beat langsam hypnotisiert wird, legt Justin Berkovi in seiner Interpretation den Schwerpunkt auf die Offensichtlichkeit des Rhythmus. Definitiv eine Nummer für die Prime-Time.

Wer sich INSIST 003 nicht als Vinyl, sondern als digitalen Download kauft, kommt zudem noch in den Genuss von „Caldera“, einem weiteren Track von PING!: Ein Monumentales Werk aus Pings und Pongs, mit rollendem Beat, wabernder Bassline und einem geradezu epischen Break.

Knackig, knusprig und „straight to the floor“ – so könnte man die Produktionen der beiden Thüringer bezeichnen.

Mit Releases auf Impulsa‐Rec. (Thokadee‐Rec.), Leutral – Rec. sowie Whirlpoolsex‐Music und diversen Remixen sorgten PING! schon für reichlich Furore auf den Tanzflächen dieser Welt. Kein Wunder also, dass Acts wie Dubfire, Pleashurekraft und Justin Berkovi mit Begeisterung die Platten von PING! spielen und damit ihre Crowd entzücken. 



PING! kennen sich seit nunmehr über 10 Jahren und beim ersten gemeinsamen Auftritt auf einer Party im Jahre 1997, bei der das DJ Pult aus einem Tisch und einer Waschmaschine bestand, war klar, dass die Zukunft der beiden in der Technomusik liegen wird. Aufgewachsen sind beide im schönen Thüringen in der Nähe von Jena was durch sein Label „Freude‐am‐Tanzen“ bekannt ist und somit großen Einfluss auf Mario und Nils übte. Mario war schon im Jugendalter ein begeisterter Produzent und Technikfreak, Roland TR 909, 808, 606 und 303, sowie KORG Minipops gehörten zu seinen „Spielzeugen“ und zogen begeisterte Blicke der Zuhörer auf sich, wenn Mario aus diesen „Blech‐ und Plastekisten“ groovige Sounds zum Vorschein und zu Gehör brachte.



Nils hingegen widmete sich erst später dem Produzenten „Dasein“, erst mit 20 fing er – begeistert durch Mario an, zu produzieren. Als DJ tourte er durch die Clubs seiner Umgebung und das manchmal schon im Alter von 17 Jahren, mit einer Genehmigung der Eltern in der Hand begrüßte man ihn mit seinem Plattenkoffer an den Türen der Clubs...



2010 war das Jahr von PING! – Angefangen mit Vodoopriest E.P. (Impulsa‐Rec.), dann kamen erste Remixe auf Whirlpoolsex‐Music und schließlich gefolgt von den beiden E.P. ́s auf Leutral‐Rec. („Drop out E.P.“ – Leu003 und „Scripted Reality E.P.“ – Leu007), die im Spätsommer kaum aus einem Set wegzudenken waren und die Tanzflächen der Welt zum Kochen brachten.

*Pressetext: Arne Löffel*

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