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Spätestens nach "Herr der Ringe" sollte jeder wissen, was mit dem Thema Fantasy gemeint ist. Als Computerspieler kommt man mit den Gepflogenheiten des Fantasygenres spätestens mit einem Rollenspiel in Berührung. Dort geht es dann um eine Partie aus verschiedenen Charakteren, die sich zur Aufgabe gemacht haben irgendwelche Quests zu erfüllen. Meist handelt diese dabei um Schätze oder den Kampf gegen das Böse. Dass dabei oft auch der Herr der Ringe Pate stand, das verheimlichen die meisten nicht. Ganz im Gegenteil, damit wird auch Respekt gezollt.
Verdammt viel Respekt hat sich auch der deutscher Schriftsteller Markus Heitz verdient. Seit er im November 2003 sein Buch „Die Zwerge“ veröffentlichte und mit 2 weiteren Teilen die Geschichte weiter erzählte, wuchs seine Fangemeinde unaufhaltsam. Auch mich kann er mittlerweile dazuzählen. Dabei habe ich außer mit "Herr der Ringe" als Film und "Dungon Siege" als PC-Game keinen großen Hang zum reinen Fantasygenre. Meist war es doch eher Sience Fiction, wo ich mich heimisch gefühlt habe. Doch nach dem Experiment, mir ein wenig von dem ersten Teil der Zwerge zu gönnen, da musste ich wissen wie es weitergeht und wurde nicht enttäuscht.
Eigentlich dachte ich zuvor, was kann schon so aufregend an dem Volk dieser kleinen Wichte sein. Ok, sie sind handwerklich super begabt. Schmiedekunst und Bergbau, da macht ihnen so schnell keiner was vor. All das wusste ich schon. Doch gerade die Zwerge fand ich immer am Langweiligsten. Magier, Elben oder Orks, dass hatte mir meist mehr zugesagt, doch diese Kleinen fand ich eher uninteressant. Doch nun weis ich, dass man die grimmigen Schmiedemeister nicht unterschätzen sollte. Denn mit „Die Zwerge“ schaffte es Markus Heitz mich innerhalb kürzester Zeit zu fesseln.
Einerseits ist es die unglaublich dichte und detaillierte Schreibweise, die einem die Bilder in den Kopf zaubert. Beschreibungen von Gegenständen wie Waffen und Kleidung werden ohne dabei zu langweilen bildhaft erklärt. Ebenso wie auch schon Tolkien spielt die Geschichte in einem eigenen Land mit seiner eigenen Vergangenheit und auch politischen Gegebenheiten. Es wird alles so glaubhaft präsentiert, dass man sich in kürzester Zeit wohl fühlt im Geborgenen Land und seinen 5 Zwergenreichen.
Doch bevor man sich vollends in das Abenteuer stürzt, wird man auf Grund der Geschichte behutsam und Stück für Stück an das Thema Zwerge herangebracht. Denn der Held der Geschichte ist ein Zwerg Namens Tungdil, der nichts über seinen Stamm oder seine Herkunft weiß. Denn er wurde als Findelkind bei den Menschen aufgenommen und ist bei dem Magus Lot-Ionan aufgewachsen. So sind Tungdil die Gebräuche, Sitten und Gepflogenheiten der Zwerge fremd. Auch das Leben in einem Stamm kennt er nicht, und selbst die zwergische Weiblichkeit ist ihm bisher verborgen geblieben. Doch schnell ändert sich dies alles, nach dem er ungewollt zu einem Abenteuer unglaublicher Größe ausgewählt wird.
Bereits 3 Bände umfassen die Geschichten um Tungdil und seine Freunde. Dabei kommt neben spannenden Kämpfen und Quests auch die Romantik nicht zu kurz. Doch nichts wirkt aufgesetzt und schon nach kurzer Zeit kann man das Denken und Fühlen der Zwerge nachempfinden. Ihre ganz eigene Kultur und Gesetze bekommt man in fantastischen Ausführungen nähergebracht und die Geschichte fügt sich dahingehend perfekt ein.
Nach dem großen Erfolg der ersten 3 Teile, können sich die Fans nun auf den 4. Band freuen. Was es mit dem „Schicksal der Zwerge“ auf sich hat, dass wird man 2008 erfahren und eines ist gewiss, es wird von den Fans sehnlichst erwartet. Übrigens wurden bereits 2006 die Filmrechte verkauf und so soll es 2008 mit den Dreharbeiten losgehen. Nachdem die Bücher schon mit hervorragenden Kritiken und Auszeichnungen überhäuft wurden hoffen wir mal, dass auch das Vorhaben die Abenteuer von Tungdil „Goldhand“ als Film umzusetzen mit viel Liebe zu den Originalvorlagen geschehen wird. Der Stoff bietet auf alle Fälle viel Material für ganz großes Kino. Wenn auch nicht so episch wie "Herr der Ringe", so ist die Zwergensaga dennoch Material was sich mehr als lohnt.
Denn eines ist ganz klar: die Unterirdischen sind ein faszinierendes Volk, und die Geschichten aus dem Geborgenen Land sollte sich keiner entgehen lassen, der auf Fantasy steht. Ob der Kampf gegen böse Magier, Orks oder den Abtrünnigen aus den Clan der Dritten. Ob die Intrigen am Königshof, den Eifersüchteleien, oder Erkundung des Geborgenen Landes - alles ist spannend in Szene gesetzt und hält einen fest bis zum Schluss. Ich habe deshalb extra für Euch nicht Gespoilert und die Storys recht unberührt gelassen. Denn ob als Buch oder Hörbuch, die Zwergensaga ist das Beste, was ich seit langer Zeit in die Finger bekommen habe. Mehr davon…. Schicksal der Zwerge.. ich warte auf Dich.
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